Über Frauen.

Wie angekündigt, durchstöbere ich momentan noch einmal meinen alten Blog. Manch alter Beitrag von dort hat es vielleicht nach Jahren verdient, noch einmal ans Licht geholt zu werden - so wie beispielsweise dieser:

Durch einen Blog-Post der Fotografin Nicole Mattinger bin ich auf Worte des japanischen Fotografen Nobuyoshi Araki gestoßen, welche in besagtem Post wie folgt zitiert werden:

PRESSE: Woher rührt eigentlich diese Obsession für Frauen in Ihrer fotografischen Arbeit?

ARAKI: Die Frau vereint alle Reize des Lebens, alle seine Wesenszüge; Schönheit, Hässlichkeit, Obszönität, Reinheit ... weit mehr, als man in der Natur findet. In der Frau ist der Himmel und das Meer ... In der Frau ist die Blume und die Knospe ... Ein Fotograf der keine Frauen fotografiert, ist kein Fotograf oder doch nur ein drittklassiger. In der Begegnung mit Frauen lernen wir weit mehr über die Welt als durch die Lektüren der "Menschlichen Komödie" von Balzac. Ob die eigene Frau, eine Zufallsbekanntschaft oder eine Prostituierte, sie erschließen uns die Welt. Übrigens lese ich nicht mehr, seit ich die Grundschule verlassen habe. Ich gestalte mein Leben durch das Zusammentreffen mit Frauen.

Araki schien jene Aussage seinerzeit sehr wichtig gewesen zu sein, denn diese wiederholte er auch in anderen Interviews in ganz ähnlicher Weise. Reine PR? In Teilen vielleicht auch das. Dennoch: in den Worten Arakis steckt sehr viel Wahrheit! Er drückt im Kern genau das aus, was auch ich seit einigen Jahren immer stärker empfinde. Es ist eine schwer beschreibbare, sehr vielschichtige Horizonterweiterung, die durch sehr persönliche Gespräche mit Frauen im eigenen Bewusstsein Einzug hält. Mich fasziniert dieses menschlich-magische Geschehen - auch im Nachhinein - immer wieder aufs Neue. Und es treibt mich an, genau damit weiterzumachen. Mit dem Studium der Welt ... und mit der Fotografie - durch und mit Frauen! :)

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Memento.

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© Ulli Gabsch, "o. T.", 2016

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Über Bildermachen, Modelle und das Vertrauen.

Wie angekündigt, durchstöbere ich momentan noch einmal meinen alten Blog. Manch alter Beitrag von dort hat es vielleicht nach Jahren verdient, noch einmal ans Licht geholt zu werden - so wie beispielsweise dieser:

Seit etwa neun Jahren fotografiere fast nur noch Menschen. Der Reiz dafür liegt für mich auf mehreren Ebenen. Es ist die jeweils neue Inspiration. Oder die immer neuen Dialoge. Im Kern jedoch ist es vielleicht der Reiz, sich gegenseitig auf etwas Gemeinsames einzulassen - und das auf Augenhöhe.

Meine Modelle habe ich in diesen Jahren auf unterschiedlichste Weise gefunden. Mal waren es Freunde oder Bekannte, die ich angesprochen habe, oder ich habe Menschen, die mir und meinem Bildermachen zugänglich erschienen, in verschiedenen Communties oder im Supermarkt gewonnen. Manch ein Kontakt ist auch durch Anzeigen zustande gekommen. Aber egal auf welche Weise ein Anfangsinteresse an einer Zusammenarbeit geboren wurde, am Beginn stand immer ein Kennenlerngespräch. Dieses ist für beide Seiten von elementarer Wichtigkeit, denn hier werden zahllose Fragen beantwortet, Sympathien gefunden (oder auch nicht) und Vertrauen aufgebaut (oder auch nicht).

In den vielen Kennenlerngesprächen jener vergangenen Jahre habe ich zum Thema Vertrauen einige interessante Beobachtungen machen können. Viele der zumeist weiblichen (potentiellen) Modelle überraschten mich durch einen unerwartet herzlichen Vertrauensvorschuss, sodass ich mich innerhalb einer Viertelstunde schon fast wie die beste Freundin ... oder zumindest wie der jahrelange Lieblingsfriseur fühlte. :) Das war (und ist) immer wieder ein überwältigendes Gefühl und macht(e) mir immer wieder meine Verantwortung bewusst. In Folge ist dies auch sehr oft das Fundament für eine sich jahrelang wiederholende, sehr schöne Zusammenarbeit.

Bei vielleicht einem von fünf Kennenlerngesprächen ist der Verlauf jedoch ein spürbar anderer. So ist zwar das grundsätzliche Interesse am gemeinsamen Bildermachen da (sonst hätte man sich ja gar nicht erst getroffen), aber seitens der potentiellen Modelle fehlt das Wichtigste: eben jenes Vertrauen. Das wiederum scheint gar nicht unbedingt in meiner Person begründet zu sein, sondern in der Tatsache, dass jemand mit den Bildern etwas machen will, was man nicht 100%ig kontrollieren kann. Bei oberflächlicher Betrachtung nachvollziehbar, bei genauerer Betrachtung entsteht hier jedoch ein unlösbarer Konflikt.

Meine Fotografie ist keine gewerbliche, also auch keine Auftragsfotografie. Das Bildermachen erfolgt allein des Bildermachens wegen. Aber auch das kostet nicht unerheblich Geld und Zeit auf meiner Seite. Auf Seiten des Modells in Teilen ebenso. Daher hat sich vor längerer Zeit das TfP-Prinzip (Time for Prints) als tragfähige Lösung etabliert. Vereinfacht ausgedrückt dürfen in Folge beide Seiten die gemeinsam gemachten Bilder - nach vertraglich festgeschriebener Art und Weise - jeweils für die eigenen Zwecke verwenden. So weit, so gut - und dennoch zuweilen ein Problem. Denn auch trotz umfassendem Model-Release, also jenem Vertrag, der mir u. a. auch Grenzen in der Verwertung (sprich: Bildpräsentation) auferlegt, kann dennoch nicht jede Eventualität in Paragraphen gefasst werden. Kein noch so ausgefeilter Vertrag wird beispielsweise definieren können, was ein "gutes" Bild ist. Abgebildete definieren dies meist damit, dass sie sich darauf in irgend einer Weise gefallen. Meine Sicht ist da ein Quäntchen objektiver: Jedes gute Bild spricht ALLE seine Betrachter - wie auch immer - an. Und dieser kleine Unterschied bringt mitunter einen Konflikt, einen Interessenkonflikt hervor. Kann ich es als Abgebildete(r) zulassen, dass ein Bild, auf dem ich mich unvorteilhaft abgebildet fühle, die ganze Welt zu sehen bekommt? Mein Chef, meine Freunde - und meine Feinde?

Für mich sind Modelle nicht die Jessica Müller oder der Peter Batzig - für mich sind Modelle Darsteller. Wie jeder Schauspieler im Theater ... und wie jedes Model im Versandhauskatalog. Das zu verstehen - und zu akzeptieren - fällt Laien-Modellen nicht leicht. Ist auch nicht leicht. Selbst eine Claudia Schiffer, Top-Model a. D., erzählte einmal in einem Interview, dass sie die ganzen Jahre im Modelgeschäft ein Problem damit hatte. Um so wichtiger ist und bleibt daher das Vertrauen in den Fotografen, dass er, fernab aller persönlichen Eitelkeiten, erkennt, was ein "gutes" Bild ist. Statt destruktiver Eitelkeit ist vielmehr Selbstvertrauen von Nöten - nämlich das Vertrauen, dass ich (also das Modell) ein verdammt guter Schauspieler bin!

Selbstverständlich werden vor und während eines Shootings auch immer all die Dinge genauestens besprochen, die verunsichernd sein können oder auch strikt abgelehnt werden. Sei es Nacktheit, Erkennbarkeit oder Namensnennung. All dem bringe ich ganz großes Verständnis entgegen. Und unendlich viel Verantwortungsbewusstsein.

Was beim besten Willen und größter Rücksichtnahme jedoch nicht funktioniert: ein Bildermachen, bei dem der Fotograf so in seiner Bildverwertung eingeschränkt wird, dass das Modell als übervorteilt hervorgeht. Warum sollte ich an einem solchen Shooting Interesse haben?! Wem Mut und Courage zum eigenen Abbild wie auch das Vertrauen zum kostenlos bildermachenden Fotografen fehlen, der ist vielleicht doch besser mit einer Auftragsarbeit beim gewerblichen Fotografen bedient. Okay, die kostet dann halt was.

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Maria.

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© Ulli Gabsch, "o. T.", 2016

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Die ultimative Bildertransportkiste.

Wie angekündigt, durchstöbere ich momentan noch einmal meinen alten Blog. Manch alter Beitrag von dort hat es vielleicht nach Jahren verdient, noch einmal ans Licht geholt zu werden - so wie beispielsweise dieser:

Es gibt Probleme, die sich mitunter als zäh erweisen. Eins davon hat mich immer mal wieder eingeholt, wenn ein Bildertransport für eine Ausstellung bevorstand.

Irgendwann vor Jahren habe ich mich auf Aluwechselrahmen 50x60 cm festgelegt. In meinen Augen ein Format mit vielen Vorzügen, vor allem noch handlich und in jedem PKW transportierbar - wenn auch mit Einschränkungen. Erstens sind auf den Rücksitzen festgeschnallte Rahmen aus Gründen der Fahrsicherheit unverkennbar nicht das Tollste, zweitens geht dabei auch mal das eine oder andere Scheibchen zu Bruch und drittens nervt das Tragen der Einzelrahmen ab einer gewissen Stückzahl maßlos. Mehrfach hatte ich bereits Bastellösungen erwogen, aber immer wieder verworfen, weil der Aufwand in keinem Verhältnis zum Nutzen gestanden hätte. Die Alternative zur Bastellösung wären professionell gefertigte Flight Cases gewesen, bei denen wiederum die Kosten nicht im Verhältnis zum Nutzen gestanden hätten. Ein Dilemma!

Beinahe zum x-ten Mal resignierend stieß ich vor etwa drei Wochen auf die ultimative Lösung im Musikhaus um die Ecke!

Rockbag RB-23510 B Caddy für Combo 112

Die perfekten Innenmaße, ausreichende Polsterung und Stabilität, gute Transportfähigkeit, bis zu 13 Rahmen fassend und das alles zu einem recht akzeptablen Preis. Ich bin immer noch ganz happy!

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Ein Bild.

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© Ulli Gabsch, "o. T.", 2016

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Durchatmen.

Das Grobe ist getan. Den kleinen 'Ecken und Kanten' werde ich mich in den kommenden Tagen noch etwas widmen.

Die alte Webseite war schlicht, der alte Blog war schlicht ... und die neue Symbiose Beider ... ist selbstverständlich auch wieder schlicht. :) Mit dem winzigen Anchor-CMS habe ich eine extrem schlanke und nicht minder charmante Alternative gefunden. Die Tradition der Schlichtheit bleibt also auch für die nächste Zeit gewahrt! :D

In den kommenden Wochen werde ich meinen alten Blog noch einmal ganz in Ruhe durchstöbern. Vielleicht empfehlen sich dort einige ältere Artikel für eine nochmalige (überarbeitete) Neuveröffentlichung hier an dieser Stelle. Schauen wir mal. ;)

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Alles neu macht der Mai.

In den kommenden Stunden und Tagen passiert hier momentan viel, denn die in die Jahre gekommene statische Webseite wird gerade durch einen (auf Anchor-CMS basierenden) Neubau ersetzt. Dies alles wird voraussichtlich noch einige Momente dauern. :)

Bis hier alles hübsch am Laufen ist, kannst Du derweil gern einen Blick auf meinen alten Blog oder auf meine aktuelle Präsenz auf Google+ werfen.

Viel Vergnügen beim Herumstöbern! Und schaue hier bald mal wieder vorbei - es lohnt sich! ;)

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