Fotografie gegen Seelenschmerz.

Es gibt Bilder, die muss man machen. Auch wenn sie allen Beteiligten im direkten oder übertragenen Sinne weh tun. Weh tun, weil ein seelischer Schmerz Auslöser und Quell ist. Fotografie kann hierbei ein Hilfsmedium und ein Nährboden für Erkenntnisse sein.

In den vielen Jahren, in denen ich Menschen fotografiere, hat es immer mal wieder sehr unterschiedliche persönliche Ausnahme-Situationen gegeben, die Modelle und mich zu einem gemeinsamen Bildermachen zusammengebracht haben. Wobei der Moment des Machens dann im Grunde viel wichtiger als jedes dabei entstandene Bild ist. Wer mag mit etwas Abstand schon Bilder mögen, die in einer Phase entstanden, die man zukünftig irgendwann verdrängt haben will. Ich glaube gerade deswegen an die therapeutische Kraft der Fotografie.

In einigen Tagen werde ich das mal wieder probieren.