Über Videos und Podcasts.

Mit Recht wird, so wie hier, beklagt, dass das klassische Blog tot ist. Nichtkommerzielle Exemplare sterben aus, übrig bleibt ein austauschbarer Brei, der von geldgesteuerten Influencern erbrochen wird. Eine bedauerliche, aber auch absehbare Entwicklung. Jedoch: darum soll es hier eigentlich gar nicht gehen. :)

Es soll vielmehr um die zur Schwemme werdenden Videos und Podcasts gehen, die schon seit einer ganzen Weile in das WWW hineinfluten. Beides gilt heute als das Nonplusultra, wenn man übers Web Geld verdienen will. So steigert man u. a. mit Videos seine Reichweite bei Facebook und dank Alexa & Co. lässt sich auch mit Podcasts immer mehr Geld verdienen.

Aber mal ganz ehrlich: wer schaut/hört das alles freiwillig??? Also ich wohl nicht. Egal wie gut diese Formate auch produziert sind, ich halte sie zur Informationsgewinnung einfach für zu ineffizient. Man MUSS sich in den allermeisten Fällen gefühlt unendlich viel Geschwafel antun, um im Gegenzug recht bescheidene Info-Häppchen abschöpfen zu können. Aus genau diesem Grund habe ich auch selbst eigene Ideen, die in ähnliche Richtungen gingen, immer wieder verworfen. Darum ein kleiner Tipp an alle Produzenten dieser Video- und Audiowerke: macht's so knapp und informativ wie möglich, falls ihr mich damit erreichen wollt. Denn wenn ich merke, dass ein Beitrag länger als 10-12 Minuten ist oder schon das Intro länger als 15 Sekunden dauert, dann habt ihr mich bereits mit 99%iger Sicherheit erfolgreich verloren! In diesem Sinne: bemüht euch! ;)

Insgeheim hoffe ich natürlich weiterhin auf Wunder. Vielleicht finden wir ja bald wieder zu deutlich archaischeren und effizienteren Kommunikations- und Informationswegen zurück. Zur Foren, beispielsweise. Oder zu nichtkommerziellen Blogs. ;)