NegPy - ein Softwaretipp für Analogfotografen und -fotografinnen.
Entwickelte farbige Negativfilme verfügen bekanntlich über eine Maskierung, die meist mehr oder weniger eine bernsteinähnliche Färbung hat. Daraus folgt, dass man einen eingescannten/abfotografierten Negativfilm nicht einfach so in einer Bildbearbeitung invertieren kann, um zu einem wirklichkeitsnahen Positivbild zu kommen. Die Grundfärbung muss zuvor herausgefiltert werden, damit dies auch wirklich klappt. Scan-Software hat hierfür meist Grundfunktionalitäten, auch manche Bildbearbeitungsprogramme bieten hierfür Automatismen. Perfekt sind die Ergebnisse jedoch selten. Das liegt vor allem daran, da je nach Filmtyp angepasste Filtereinstellungen angewandt werden müssten. Wer perfekte Farben haben möchte, hat hier folglich viel händische Nacharbeit zu erledigen. Und hier sind wir beim Kern dieses Posts angekommen: NegPy.
NegPy ist ein Werkzeug zur Bearbeitung von Filmnegativen. Der Entwickler hat es gebaut, weil er selbst etwas haben wollte, was speziell für für diese Problematik entwickelt wurde und über ein einfaches Inversionswerkzeug hinausgeht. Das Programm simuliert, wie Film und fotografisches Papier funktionieren, fügt aber auch einige Laborscanner-Funktionalitäten hinzu.
NegPy ist mit Python entwickelt und läuft nativ unter Linux, macOS und Windows.

Der Autor hält die Community auf Reddit über den Entwicklungsfortschritt auf dem Laufenden. Den Quellcode und die Installationsdateien für die genannten Betriebssysteme findet man auf GitHub.
Vielleicht hast Du ja ebenfalls Lust, das Programm mal zu probieren.
Info: Eine Zusammenstellung weiterer Software-Lösungen für diesen Prozess findet man auf Analoge-Fotografie.net.